Umweltleitlinien der Evangelischen Kirchengemeinde Hoffenheim

 

Präambel

Wir glauben, dass Gott als Schöpfer die Welt mit ihrer ganzen belebten und unbelebten Natur geschaffen hat. Wir nehmen den Auftrag ernst, den er dem Menschen gegeben hat: seine Schöpfung zu bewahren wie einen schönen Garten. (1. Mose 2,15)

Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und wollen darum als Kirchengemeinde in den Bereichen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und fairen Lebens-, Arbeits- und Handelsbedingungen mit gutem Beispiel vorangehen.

Gottes Auftrag und unsere Verantwortung nehmen uns in die Pflicht.

 

Die Bewahrung der Schöpfung ist Teil unserer Verkündigung.

Vor allen praktischen Maßnahmen wollen wir darauf hinwirken, dass die Bewahrung der Schöpfung in allen Facetten als ein wichtiges Anliegen die Herzen der Menschen erreicht. Darum wird in allen Gruppen und Kreisen davon berichtet. Nachdenken und Handeln sollen nicht auf die Kirchengemeinde beschränkt bleiben. Kinder, Jugendlichen und Erwachsene sollen die Bewahrung der Schöpfung als Teil des Lebens begreifen und ihn weitertragen in die Familien, Schulen und Arbeitsplätze. Das beginnt für uns schon in unserem Kindergarten „Weltentdecker“, in dem die Kinder auf ihnen gemäße Weise den respektvollen Umgang mit der Natur und den Mitmenschen erlernen.

 

Wir gehen umweltgerecht und schonend mit Ressourcen um.

Wir beobachten und dokumentieren den Verbrauch an Strom, Heizenergie und Wasser. Wir arbeiten fortlaufend daran, Energie einzusparen. Dazu ergreifen wir auch Maßnahmen, die unbequem sind. Auf diese Weise senken wir den CO2-Ausstoß und gehen verantwortlich mit den finanziellen Mitteln um, die uns anvertraut werden. Fahrten zu Veranstaltungen mit größeren Gruppen werden, wenn es sinnvoll ist, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt.

 

Wir vermeiden Abfall und entsorgen ihn umweltgerecht.

Soweit es möglich ist, vermeiden wir, dass Abfälle überhaupt anfallen. Nicht vermeidbare Abfälle werden sorgfältig voneinander getrennt und umweltgerecht entsorgt. Schadstoffhaltige Produkte werden nach Möglichkeit nicht eingesetzt.

 

Beim Einkauf achten wir auf Umweltverträglichkeit und soziale Standards.

Wir kaufen bevorzugt regionale Produkte. Bei Lebensmitteln geben wir Produkten aus biologischem Anbau den Vorzug. Die Wege zur Beschaffung sollen möglichst kurz sein. Bei Waren aus anderen Teilen der Erde achten wir auf die Einhaltung sozialer Standards und darauf, dass die Produktionsbedingungen menschenwürdig und umweltschonend sind.

Vor Baumaßnahmen, Instandhaltungsmaßnahmen und größeren Investitionen wird bei der Entscheidungsfindung die Nachhaltigkeit als Kriterium berücksichtigt.

 

Wir handeln offen und nachvollziehbar.

Uns ist wichtig, dass wir transparent handeln. Darum informieren wir Mitarbeitende und Gemeindeglieder regelmäßig über unsere Arbeit. Wir sind offen für Anregungen und Kritik. Wir beantworten gerne Fragen und stellen Informationsmaterial zur Verfügung.

  

Wir halten uns an die gesetzlichen Vorgaben.

Wir halten die gesetzlichen Vorgaben und betrachten sie nicht als Einengung, sondern als Hilfestellung zu umweltgerechtem Handeln.

 

Wir verpflichten uns zur kontinuierlichen Verbesserung.

Wir wissen, dass Maßnahmen zum Umweltschutz und zur Wahrnehmung der Verantwortung nie abgeschlossen sein können. Darum arbeiten wir auch langfristig an der Fortsetzung, Verbesserung und Ergänzung aller Aktivitäten, die der Bewahrung der Schöpfung dienen. Dazu verfolgen wir aufmerksam neue Entwicklungen und sind bereit, uns entsprechend schulen zu lassen.

  

 

Diese Leitlinien wurden in der Sitzung des Kirchengemeinderats am 14. Juni 2016 beschlossen